Da irgendwann einmal der Ernst des Lebens anfängt und dieser wohl definitiv jeden einholt, egal, wie lange man sich versucht zu drücken, habe ich jetzt die Sache in die Hand genommen und mich endlich für ein Praxissemester im Rahmen meines Studiengangs beworben.
Nach der langen Schul- und Studienzeit bisher, bin ich eigentlich ganz froh, wenn ich mich etwas in den praktischen Bereichen engagieren kann und nicht nur immer Bücher und Skripte auswendig lernen muss.
Bei den Bewerbungen habe ich versucht, mich entweder bei namhaften Firmen zu bewerben oder bei Firmen, bei denen sich der Tätigkeitsbereich interessant angehört hat. Das Ziel eines solchen Praxissemesters sollte es ja sein, zum einen bereits Einblicke in das spätere Berufsbild zu bekommen als auch erste Erfahrungen zu sammeln, um sich langsam vorstellen zu können, in welchem Bereich man später einmal arbeiten möchte.
Bei einer Praktikumsstelle in München bei einer großen Firma, wird es gefordert zuerst einen Englisch Firmenkurs zu machen, bevor man dort anfangen kann, da sie wohl ein internationales Unternehmen sind und man auch an den Standorten in Deutschland viel mit ausländischen Firmen, Beratern oder anderen Mitarbeitern zu tun hat. Ich denke, dass solche Kurse wahrscheinlich deswegen erforderlich sind, weil sich das Englisch, das man im Berufsleben braucht, doch sehr von dem unterscheidet, was man einmal in der Schule gelernt hat. Soweit ich weiß, gibt es sogar spezielle Kurse für Business Englisch, die sich speziell mit dieser Art von „Berufsenglisch“ beschäftigen.
Die Kosten für den Kurs werden zum Teil sogar von der Firma selbst übernommen. Eigentlich ist das ja eine gute Sache, aber etwas mulmig wird mir schon, wenn ich mir vorstelle, dass ich mit irgendwelchen wichtigen Leuten auf Englisch diskutieren soll. Auf der anderen Seite, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Praktikant viel sagen muss.
Auf jeden Fall habe ich mich dort, trotz des Englisch Kurses, beworben und bin einmal auf die Antwort gespannt. Eine interessante Erfahrung wäre das bestimmt.
Aber auch ohne Englisch Kurs bin ich schon sehr neugierig auf das Praxissemester und hoffe, dass ich ein bisschen Berufserfahrung mitnehmen kann und nicht nur Kaffee kochen muss 